Warum Coaches Personal Branding brauchen

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Jedes erfolgreiche Unternehmen hat ein Alleinstellungsmerkmal, eine Unique Selling Proposition. Das können Produkte sein. Ein bestimmter Produktionsprozess. Überragende Schnelligkeit oder Qualität. Das kann im Regelfall genau definiert werden.

Die USP eines Coaches oder Trainers ist seine Persönlichkeit, nicht sein Seminarinhalt.

Niemand kann andere garantiert weiterentwickeln – schon gar nicht in eine vorher fest definierbare Richtung.

Er kann nur Hilfestellung geben, Anregung – das was bei den Teilnehmern ankommt, wird dann bei jedem anders in das eigene Denken integriert, schon aufgrund bereits vorhandener Erfahrungen, die immer subjektiv sind.

Die Methoden können unique sein, das Seminarumfeld auch –  aber letztendlich zählt das, was hängen bleibt im Kopf, das, was weiterbringt.
Ob ich das im freien Fall beim Sprung vom Eiffelturm oder in einem normalen Raum für mich entdecke, ist dann am Ende egal.
Und WAS hängen bleibt, liegt ganz maßgeblich am Trainer. An seiner Persönlichkeit.

Warum?

Weil es sich beim Coaching um einen sehr persönlichen Bereich handelt.

Als Teilnehmer muss ich mich selbst hinterfragen, eventuell an schmerzhafte Schwächen herangehen, möchte möglicherweise meinem Leben einen neue Richtung geben – die Bereitschaft dazu ist verschwindend gering, wenn der Coach als Person nicht überzeugt.

Ich habe selbst einige Seminare besucht und dabei alles erlebt.

  • Wenig authentische „Vorturner“, die ihr Drehbuch abspulten, einstudierte Witze einstreuten und nicht in der Lage waren, irgendeine Art von Nähe herzustellen.
  • Hoffnungslose Selbstdarsteller, die in erster Linie eine Bühne suchten, um zu zeigen, wieviel besser sie das Leben meistern als ihre Teilnehmer und sich in deren Bewunderung sonnten, ohne dass es für diese irgendeinen fassbaren Mehrwert gegeben hätte.
  • Graue Mäuse, die, wenn man nicht gewusst hätte, dass sie irgendwo da vorn stehen und mit dünner Stimme ins Mikrophon sprechen, sich kaum von der grauen Wandgestaltung abgehoben hätten.
  • Und schließlich jene Coaches, die einem wirklich unter die Haut gehen. Vor denen man sich – seelisch – regelrecht auszieht und die einen trotzdem nicht nackt dastehen lassen. Die den Klienten oder Teilnehmer wirklich wahrnehmen, sich auf ihn einlassen, sich niemals selbst inszenieren. Authentizität ist das Zauberwort. Einer dieser Trainer coachte mich vor Jahren – und noch immer wirkt er in mir fort. Weil er echt war. Weil er er selbst war. Ich würde immer wieder zu ihm gehen.

Deshalb brauchen Coaches Personal Branding – DAMIT zeigen sie ihre USP. Man nimmt die Persönlichkeit des Trainers und gießt sie über den Außenauftritt. Dieser wird dann auch schon mal Ecken und Kanten haben – everybody’s darling is everybody’s fool. Aber das weckt Vertrauen, weil mir hier niemand etwas vormacht, sondern zu sich selbst steht.
Das Marketing für Coaches und Trainer muss ZUGLEICH Vertrauen schaffen – also beruhigen – UND Abenteuerlust wecken – darauf, neues an mir zu entdecken oder neue Wege zu gehen. Das ist ein Spagat.
Neuromarketing ist hier ein guter Ansatz.

Ich komme aus der Personalentwicklung und bin dann mit Marketing in die Selbstständigkeit gegangen – kenne also beide Bereiche. Und ganz besonders schätze ich den Moment, in dem ein Kunde, dessen Website wir beispielsweise neu gestaltet haben, plötzlich mit leuchtenden Augen da sitzt. Nicht, weil unsere Websites die tollsten der Welt wären. Sondern weil er sich plötzlich darin wiederfindet. Und seine USP gefunden hat.

 

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